Gradiente
Intermittierende
Kompression

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Häufig gestellte Fragen zur intermittierenden pneumatischen Kompression (IPK)

Wie kann ein Gerät zur Heimtherapie verordnet werden?

Bei entsprechender Indikation und medizinischer Notwendigkeit kann jeder Arzt ein Gerät verordnen. Hilfsmittelrezept, Attest und Kostenvoranschlag wird der Krankenkasse zur Genehmigung vorgelegt. Achten Sie darauf, dass Sie auch das verordnete Gerät erhalten.

Behandlungsdruck und -zeit richtet sich nach dem subjektiven Empfinden des Patienten. Wir empfehlen eine Therapie von ca. 20 Min. beginnend mit niedrigem Behandlungsdruck, der langsam gesteigert werden kann. Der Therapiezeitpunkt richtet sich nach dem Lebensrythmus jedes einzelnen, z.B. morgens vor dem Anziehen der Kompressionsstrümpfe, beim Fernsehen, abends im Bett, mittags in der Pause, etc.

Ja, der verordnende Arzt / Therapeut soll den Therapieverlauf überwachen und eventuell modifizieren.

Die IPK ist eine ergänzende Maßnahme innerhalb der Kompressionstherapie zur Ödem- und Schmerzreduzierung. Daher ist es wichtig, durchgängig alle bisherigen Maßnahmen wie manuelle Lymphdrainage (MLD), das Tragen der Kompressionsstrümpfe und Bewegungstherapie mindestens 6 Monate durchgeführt zu haben.  

Die Krankenkasse beurteilt jeden Antrag individuell (Einzelfallentscheidung). Es können Rückfragen entstehen und die Krankenkassen können individuell nach Bedarf den Medizinischen Dienst (MD) mit einschalten. Dieser Prozess ist häufig zeitintensiv. Setzen Sie sich persönlich mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung und fragen Sie bitte aktiv nach. Sie können auch gerne bei uns oder Ihrem Leistungserbinger (Sanitätshaus) anrufen, wenn Sie Fragen haben.

Die IPK ist eine ergänzende Maßnahme innerhalb der Kompressionstherapie zur Ödem- und Schmerzreduzierung. Daher ist es wichtig, durchgängig alle bisherigen Maßnahmen wie manuelle Lymphdrainage (MLD), das Tragen der Kompressionsstrümpfe und Bewegungstherapie mindestens 6 Monate durchgeführt zu haben.  

Fragen Sie den Sachbearbeiter Ihrer Kasse. Es kommt hin und wieder zu Verwechslungen der einzelnen Therapiesysteme, oder unter dem Aspekt der Kostenersparnis werden einfache Geräte genehmigt.
Alle Therapiegeräte haben einen unterschiedlichen therapeutischen Nutzen. Wenn z.B. ein lympha-mat® Gradient 12-Stufen-System verordnet wird, erfolgt das nach ärztlicher Untersuchung und Indikationsstellung. Das 1- bzw. 3-Stufen-System ist hier nicht ausreichend. Um Komplikationen oder Unverträglichkeiten zu vermeiden, sollte nur das erprobte und verordnete Gerät zur Anwendung kommen. Sprechen Sie mit uns oder mit Ihrem Arzt.

Da der lympha-mat® Ihrer bisherigen Krankenkasse gehört, kontaktieren Sie diese bitte und beantragen ein Austauschgerät bei der neu gewählten Krankenkasse.

Nein. Die Krankenkasse ist der Eigentümer des lympha-mat®. Einen entsprechenden Eigentumsvorbehalt zeichnen Sie beim Empfang des Gerätes und Behandlungsmanschetten. Sollten Sie die IPK nicht mehr nutzen, informieren Sie bitte Ihre Krankenkasse.

Seit 01.01.2004 sind für alle zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherungen verordneten Hilfsmittel Zuzahlungen des Patienten erforderlich.

Die Zuzahlung beträgt 10% des Hilfsmittelpreises, mindestens 5,00 EUR, aber höchstens 10,00 EUR. Das bedeutet, dass für ein IPK Hilfsmittel wie lympha-mat 10,00 EUR Zuzahlung zu leisten sind, die an den Leistungserbringer, also ein Sanitätshaus oder direkt an die Bösl Medizintechnik GmbH bei Auslieferung zu zahlen sind.

Die Krankenkasse zieht diese 10,00 EUR bei der Zahlung an den Leistungserbringer von der Rechnung ab. Es handelt sich hierbei also nicht um eine zusätzliche Einnahme für den Leistungserbringer, sondern die Umsetzung eines gesetzlichen Beschlusses.

Ja, das ist unumgänglich (außer bei Unverträglichkeit).

Der Kompressionsstrumpf konserviert den durch die IPK erzielten Behandlungserfolg und verhindert somit die erneute Volumenzunahme.

Ja.

Ja und nein.

Bei venösen Ödemen in der Regel ja.

Bei eiweißreichen Ödemformen (Lymphödem) ist die manuelle Lymphdrainage unersetzlich, die Zahl der Anwendungen kann ggfs. reduziert werden. Eine gut ausgeführte manuelle Lymphdrainage garantiert freie Abflusswege.

Alle Steuergeräte weisen einen sehr niedrigen Stromverbrauch auf. Mit der Annahme von einer Betriebsstunde pro Tag können die monatlichen und jährlichen Stromkosten wie folgt ermittelt werden:

Die Stromkostenerstattung kann bei der Krankenkasse bei verordnetem Hilfsmittel angefragt werden.

„Anspruch auf Versorgung mit einem Hilfsmittel nach § 33 Abs 1 S 1 SGB 5 umfasst auch die Versorgung mit der zum Betrieb des Hilfsmittels erforderlichen Energie.” (BSG, 06.02.1997 – 3 RK 12/96)

Jedes System hat seinen Therapieschwerpunkt.


  • 1-Kammer-Systeme zur Thromboseprophylaxe
  • 3-Stufen-Systeme zur Therapie venöser Ödeme


  • 6-Stufen-Systeme zur Therapie venöser und leicht lymphlastiger Ödeme


  • 12-Stufen-Systeme mit überlappenden Kammern bei allen Arten von Extremitätsödemen, besonders Lymph- und Lipödeme.


 

Bei venösen Ödemen ist die Anwendung mit großflächigem statischen Behandlungsdruck wie bei einer 3-Kammer-Manschette ausreichend. Bei Ödemformen lymphatischen Ursprungs ist die Therapie mit 12 überlappenden kleinen Luftkammern und gradientem Behandlungsdruck (lympha-mat®) effektiver und schonender.


Ja, unsere Therapiegeräte sind anerkannte Hilfsmittel und im Hilfsmittelkatalog der gesetzlichen Krankenkassen gelistet. Sie sind fester Bestandteil der physikalischen Entstauungstherapie.

Die Geräte werden seit mehr als 45 Jahren weltweit in Praxen, Kliniken und beim Patienten zu Hause eingesetzt.

Nein, die Therapie ist schonend, angenehm und frei von Nebenwirkungen. Wichtig ist jedoch die Beachtung der Kontraindikationen und die richtige Handhabung des Gerätes.

Der gradiente Behandlungsdruck und die für die arterielle Durchblutung ausreichende Pausenzeit (15 Sek.) zwischen den Kompressionszyklen sind Garant für schonende und effektive Therapie

Das Gradient-System (Bösl) realisiert ein sehr wichtiges Druckgefälle. Der ausgeübte Behandlungsdruck (Beispiel Beinmanschette) ist im Fußbereich automatisch immer etwas höher als im Oberschenkelbereich. Das garantiert im Gegensatz zu herkömmlichen Geräten einen stetigen Durchfluss der Ödemflüssigkeit. 


(Auch Kompressionsstrümpfe haben einen abfallenden Druckverlauf von distal nach proximal- im Fußbereich einen höheren Andruck als im Oberschenkel).

Bei unseren druckgesteuerten System werden die Luftkammern solange befüllt, bis der gewünschte Druck erreicht ist. Der Druckzyklus dauert dann bei einem dünnen Bein wenige Sekunden länger als beim dickeren Bein. Durch die druckgesteuerte Befüllung passt sich die Manschette ideal an die zu behandelnde Extremität an.

Dadurch werden nur wenige Manschettengrößen benötigt.
Bei einem zeitgesteuerten System hingegen werden die Luftkammern nach einem vorgegebenen Zeitzyklus gefüllt – unabhängig davon, ob der Druck erreicht wird oder nicht.

Die Luftkammern füllen sich immer in der gleichen Zeit (z.B. 30 Sek.).

Die Manschetten müssen bei diesen Systemen über die Therapiedauer immer wieder angepasst werden, damit sie gut anliegen, um den Behandlungsdruck übertragen zu können.

Nein! Unsere Systeme sind druck- und nicht zeitgesteuert. Das heißt, dass auch eine augenscheinlich weite Behandlungsmanschette immer den gewünschten Druck erreicht. Das können nur druckgesteuerte Kompressionssysteme mit dem Vorteil, dass nur wenige Manschettengrößen benötigt werden.


Drei körpereigene Mechanismen erfordern eine ausreichende Entlastungsphase (Pausenzeit) bei der IPK.


1. Die arterielle Durchblutung wird beim Kompressionszyklus unterdrückt. In der Pausenzeit kann das arterielle Blut wieder in die entstaute Region fließen; das ist wichtig für die Zellversorgung.


2. Die Lymphangiomotorik (Kontraktion der Lymphgefäße /-angione) ist ein körpereigener Transportmechanismus. In Ruhe 1 bis 10, bei erhöhter lymphpflichtiger Last 20 bis 25 Kontraktionen pro Minute. In der Pausenzeit tragen diese für den Weitertransport wichtigen Kontraktionen wesentlich zur Entstauung bei.


3. Die Sogwirkung entsteht durch Druckentlastung in der Pausenzeit. Es wird Ödemflüssigkeit in die tiefen Gefäße überführt und die Resorption wesentlich verbessert.



Unter Berücksichtigung dieser Mechanismen verfügen unsere Geräte über einen sanften Druckaufbau und eine ausreichende Entlastungsphase.


Pausenzeit von 15 Sekunden heißt:


• genügend Zeit für die arterielle Re-Durchblutung, 
  keine Ischämi (Blutleere)


• genügend Zeit für lymphangiomotorische Zyklen


• volle Ausschöpfung der Sogwirkung auf die Gefäße


• keine Überlastung des Kreislaufs


• sanfte Entstauung

Zum Abflussgebiet der Leistenlymphknoten gehört nicht nur das Bein, sondern auch der untere Rumpfquadrant der gleichen Körperhälfte.

 

Deshalb empfiehlt es sich, besonders beim Lymph-/ Lipödem den Bein-, Bauch- und Beckenbereich gleichzeitig zu komprimieren. Auch wegen eventueller Verlagerung des Ödems (Lymphödem) in den Leistenbereich bei alleinigem Einsatz von Beinmanschetten ist die Hosen-Combi / Kompressionshose von Vorteil.

 

Mit der Hosen-Combi / Kompressionshose erzielen wir eine wichtige zusätzliche Stimulanz des Lymphsystems im Leisten-, Bauch- und Beckenbereich und eine übergangslose verbesserte Entstauung des gesamten inguinalen Tributargebiets. Das heißt schonende optimierte Entstauung durch das vergrößerte Behandlungsgebiet.

 

Die Kompressionshose hat ein anatomisch geformtes Fußteil mit wichtigem plantaren Druck und garantiert somit u.a. angenehm entspannte Lage und keine Spitzfussstellung wie in einer Röhrenmanschette.

BÖSL lympha-mat Hosenmanschette

Der lympha-mat® ist wartungsfrei.

Bitte kontaktieren Sie uns unter Telefon +49(0)2405 / 6 93 90 – 00
oder Ihre(n) zuständigen Außendienstmitarbeiter(in).